Beobachtung und Dokumentation – Grundlagen methodischen Vorgehens

ErzieherInnen müssen wissen, was ein Kind gerne tut, womit es sich beschäftigt, was es eher vermeidet und welche sozialen Kontakte es in der Kindergruppe aufnimmt.

Hierbei ist es wichtig, dass die ErzieherInnen die Lebensumstände des Kindes kennen und das Kind beobachten. So können z.B. die Trennung der Eltern, ein Umzug oder ein Todesfall in der Familie Auswirkungen auf das Verhalten eines Kindes haben.

Ziel der Beobachtung ist immer die Erweiterung des Verständnisses der päd. Fachkräfte für die Eigenart, das Verhalten und Erleben des Kindes. Entwicklungsfortschritte oder Schwierigkeiten können so besser wahrgenommen werden. Hieraus können sich besondere Förder- und Hilfsangebote für das Kind ergeben und entwickeln.

In regelmäßigen Abständen wird ausnahmslos jedes Kind beobachtet. Dies wird dokumentiert im „Baum der Erkenntnis“. Diese Dokumentationsform zeigt, was das Kind schon alles kann. Zusätzlich hat jedes Kind ein „Ich-Buch“ (Portfolio). Hier werden einzelne Entwicklungsschritte sichtbar gemacht. Beides wird mit dem Kind bearbeitet.

Weiterhin wird für jedes Kind eine „Kinderakte“ angelegt. Alles zusammen wird am Ende der Kindergartenzeit dem Kind und den Eltern übergeben und soll in der Grundschule weitergeführt werden.

Ein bis zwei Mal im Jahr werden Eltergespräche angeboten, bei denen intensiv über das einzelne Kind mit den Eltern gesprochen wird. Selbstverständlich können im Bedarfsfall Eltern und Erzieherinnen jederzeit miteinander Gesprächstermine vereinbaren.